Mein erstes Mal am Auktionspult – eine Charity-Auktion für krebskranke Kinder
Ich hatte schon viele Auktionen geplant, organisiert und begleitet – aber im September 2025 stand ich zum ersten Mal selbst hinter dem Auktionspult. Der Anlass hätte nicht schöner sein können: eine Charity-Kunstauktion in der Villa Windhorst zugunsten krebskranker Kinder, mit 19 Werken verschiedener Künstler – darunter Arbeiten von Klaus Staeck und Götz Gramlich.
Das Besondere war das Publikum: überwiegend sehr junge Erstbieter, viele hatten noch nie an einer Auktion teilgenommen. Ohne Start- oder Limitpreise war jeder eingeladen mitzubieten – unabhängig von Vorwissen oder Budget. Und es wurde lebhaft geboten, mit Humor, Begeisterung und echtem Sammler-Spirit. Vom Pult aus zu erleben, wie jemand sein allererstes Kunstwerk ersteigert, war für mich der eigentliche Höhepunkt des Abends.
Die Schwelle zum Kunstbesitz senken
Hinter dem Abend steht eine Überzeugung, die meine ganze Arbeit prägt: Kunst soll nicht in Depots verschwinden, sondern zu Menschen finden, die sie zu schätzen wissen. Bevor der erste Hammer fiel, konnten die Gäste die Werke in sommerlicher Atmosphäre im Garten der Villa besichtigen und ihre Favoriten wählen – Kunstvermittlung ohne Schwellenangst. Als Auktionator habe ich jedes Werk kurz eingeordnet und die Bieter durch den Abend geführt.
Der gute Zweck
Der gesamte Erlös von über 3.000 Euro ging direkt an den Regenbogen e.V. Hildesheim und unterstützt krebskranke Kinder und ihre Familien. Für mich war der Abend die Bestätigung, dass Auktionen mehr sein können als Handelsplätze: Orte, an denen neue Sammler entstehen – und an denen Kunst etwas bewirkt.
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