Die Abschlussauktion der Majolika Manufaktur Karlsruhe – Oskar Kampik
AUKTIONSPROJEKT · KARLSRUHE

Ein würdiger Abschied – die Abschlussauktion der Majolika Manufaktur Karlsruhe

Projektbericht · 2025
Abschlussauktion der Staatlichen Majolika Manufaktur Karlsruhe

Als ich im Dezember 2024 durch die Hallen der Majolika Manufaktur Karlsruhe lief, umgeben von Hunderten keramischen Arbeiten, wurde mir klar: Diese Institution hat über ein Jahrhundert lang Kunst und Geschichte geprägt. Die Idee, diese Objekte nicht einfach verschwinden zu lassen, sondern sie in die Hände von Menschen zu geben, die ihre Bedeutung zu schätzen wissen, wurde der Ausgangspunkt für ein außergewöhnliches Projekt.

Zugleich stand fest: Dieses Projekt würde eine Herausforderung. Tausende keramische Kunstwerke, ein enges Zeitfenster – die Räume mussten übergeben werden – und die Verantwortung, der Majolika einen würdigen Abschied zu bereiten. Von der ersten Vision bis zur Umsetzung übernahm ich die gesamte Projektleitung.

10.000+
Objekte in 1.500 Lots
3 Monate
von Sichtung bis Auktion
100 %
verkauft
~1 Mio. €
Gesamterlös inkl. Aufgeld

Von der Idee zur Umsetzung

Über drei Monate haben wir katalogisiert, beschrieben und fotografiert. 8.000 Auktionskataloge wurden gedruckt, TV und Presse begleiteten das Projekt intensiv – und doch blieb bis zum ersten Hammerschlag eine große Unbekannte: Wie würde die Auktion verlaufen?

„Jedes Objekt startete bei einem demokratischen Startpreis von 100 Euro – damit wirklich jeder die Chance hatte, ein Stück Majolika-Geschichte zu erwerben.“

Drei historische Auktionstage

An drei intensiven Tagen versteigerte Auktionator Michael Lehrberger 1.500 Lots mit über 10.000 Objekten – und jedes einzelne Stück fand ein neues Zuhause. Die Emotionen waren greifbar: Bei der Vorbesichtigung flossen Tränen, der Auktionssaal war durchgehend gefüllt, und Bieter von Karlsruhe bis Australien nahmen teil. Der Gesamterlös: rund 700.000 Euro Zuschlag, mit Aufgeld knapp eine Million Euro.

Auktionssaal während der Majolika-Abschlussauktion Vorbesichtigung der Majolika-Bestände Keramische Arbeiten der Majolika Manufaktur Katalogisierung der Objekte Auktionator Michael Lehrberger am Pult Bieter im gefüllten Auktionssaal

Teamwork und Verantwortung

Als Projektleiter koordinierte ich das Gesamtprojekt – möglich wurde der Erfolg durch die enge Zusammenarbeit mit Martina Kistner-Bayne, dem Gröner Family Office und einem großartigen Auktionsteam. Gemeinsam haben wir eine Blackbox in eine Erfolgsgeschichte verwandelt.

Was bleibt

Die Majolika ist nicht verschwunden. Sie lebt weiter – in Wohnzimmern, Sammlungen und den Herzen all jener, die ein Stück dieser besonderen Geschichte mitgenommen haben.

Pressestimmen

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